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Die Stadt Albstadt (ca. 50.000 Einwohner) in Baden-Württemberg pflegt seit 1993 eine erfolgreiche Entwicklungs-Patenschaft mit der Gemeinde Bisoro in Burundi, Zentralafrika (ca. 40.000 Einwohner - davon 14.000 jünger als 14 Jahre)
Diese Patenschaft stellt ein effektives, nachahmenswertes 1:1-Modell für soziales Engagement und Entwicklungshilfe dar. Das Prinzip ist einfach und wirkungsvoll: 1 Stadt hilft 1 Stadt. Praktiziert wird dabei ausschließlich die Hilfe zur Selbsthilfe - in Zusammenarbeit mit den Menschen der Paten-Kommune in Afrika.
Aus der Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitskreis der Stadt Albstadt und der Kommunalen Selbsthilfeorganisation AACOBI (Association des Amis de la Commune de Bisoro) erwächst Hilfe, die ankommt, sichtbar ist und wirkt. Die AACOBI beruft mehrmals im Jahr Bürgerversammlungen in Bisoro ein, in denen demokratisch beschlossen wird, welche Projekte vordringlich sind und unterstützt werden sollten.
Seit 1993 konnten auf diese Weise mit schwäbischer Unterstützung in Bisoro mehrere Schulen saniert und 7 neue Schulen für mehrere tausend Schüler gebaut werden. Es wurden Gesundheitsstationen errichtet und Trinkwasserleitungen verlegt. Existenzgründungen wurden durch die Lieferung von Nähmaschinen möglich, die bei uns nur antiquarischen Wert besitzen, in Gebieten ohne Strom jedoch Arbeit und Lohn garantieren. 10.000 französischsprachige Bücher konnten durch die Zusammenarbeit mit der französischen Partnerstadt Chambery die Schulbibliotheken in Bisoro füllen.
Ein Ziegenprojekt gibt Bäuerinnen eine Existenzgrundlage. Durch die Anerkennung als NGO wurden viele Projekte von der Deutschen Bundesregierung unterstützt.
Es wurden bislang über 2 Millionen Euro investiert - und viele Arbeitsplätze geschaffen. 1992 besuchten nur 20% der Kinder die Schule - heute absolvieren alle Kinder Bisoros die Grundschule und lernen lesen und schreiben. Dadurch sind die Grundlagen für Fortbildungsprojekte, Gesundheitsaufklärung und berufliche Ausbildung gelegt.
Der 7. Neubau einer Schule in Bisoro wurde im Mai 2009 durch den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Jochen Weiß, feierlich eröffnet.
Dabei hat der deutsche Botschafter auch 300 Frauen die Zeugnisse ausgehändigt, die an der - ebenfalls durch Albstadt finanzierten - Alphabetisierungskampagne für erwachsene Frauen teilgenommen haben. Bisher konnten 1200 Frauen durch das Patenschaftsprojekt alphabetisiert werden - und es geht weiter.
Das Entwicklungshilfemodell wurde 2007 durch den 1.Preis der "Stiftung Entwicklungszusammenarbeit" ausgezeichnet
Falls mehr Städte diesem Beispiel folgen, kann Vieles bewirkt werden ... abgucken ausdrücklich erwünscht!
Bei Interesse wenden Sie sich an die
Weil die Projekte von der Stadt Albstadt, der Bundesregierung und vielen ehrenamtlichen Helfern unterstützt werden, kommt jeder Spenden-Euro in Bisoro an.
Burundi nimmt in der Statistik der Welthungerhilfe einen traurigen Spitzenplatz ein - es liegt im Welthungerindex 2009 weltweit auf dem vorletzten Platz - knapp 40% der Menschen leiden Hunger ... und sind fast vergessen
Gib den Menschen einen Fisch und du ernährst sie einen Tag. Lehre Sie das Fischen und du ernährst sie ein Leben lang.
Der schnellste Weg aus der Armut ist der Schulweg
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